Zum Hauptinhalt springen

hanseklar macht
elbe klar

Flüsse sind keine mülleimer Flüsse sind keine mülleimer Flüsse sind keine mülleimer Flüsse sind keine mülleimer Flüsse sind keine mülleimer Flüsse sind keine mülleimer

Gemeinsam für eine sauberere Elbe

Die Elbe ist Hamburgs Lebensader. Doch Schadstoffe und Mikroplastik bedrohen ihre Zukunft. Wir sind ein engagiertes Team, das mit einem innovativen Konzept genau hier ansetzt: Unserem Roboter-Fisch, dem Hansefisch, welcher aktiv müll aus der Elbe sammelt. Wir kombinieren präventive Aufklärung mit smarter Schadstofferkennung direkt im Fluss. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für den Schutz der Elbe zu schärfen und sichtbare Lösungen zu schaffen. Denn sauberes Wasser bedeutet mehr Lebensqualität für uns alle und spürbare Entlastung für Hafen und Umwelt. Entdecke unser Projekt!

Filter-System

Hinter dem Sammelnetz sitzt ein zweistufiges Filtersystem: Ein feines Vlies fängt selbst kleinste Mikroplastikpartikel ab, eine Aktivkohle-Kartusche bindet zusätzlich gelöste Schadstoffe wie Schwermetalle. Beide Filterstufen lassen sich austauschen und wiederverwenden. So trägt der Roboterfisch nicht nur sichtbaren Müll aus dem Wasser, sondern reduziert auch unsichtbare Belastungen, die dem Ökosystem langfristig schaden.

Scanner

Im Kopf des Roboterfisches sitzt eine kleine Kamera, die das Wasser kontinuierlich nach Müll und Verunreinigungen absucht. Eine intelligente Bilderkennung unterscheidet dabei zuverlässig zwischen natürlichen Objekten und Plastik, Metall oder anderen Fremdkörpern. So findet der Fisch gezielt Abfall und liefert gleichzeitig wertvolle Daten über Verschmutzungsschwerpunkte in der Elbe.

Motor

Statt eines lauten Propellers nutzt der Roboterfisch eine bewegliche Schwanzflosse, die von einem Motor angetrieben wird – leise, sanft und ohne Verletzungsrisiko für Fische und Pflanzen. Ein zweiter, kräftigerer Schwimmmodus sorgt dafür, dass auch ein gefülltes Netz sicher zur Sammelstation zurückgebracht wird. Ein Akku im Inneren versorgt Antrieb, Kamera und Filter mit Energie.

Netz

Das Netz sammelt schwimmenden Müll wie Plastikflaschen, Folienreste oder Verpackungen direkt aus dem Wasser, ohne Fische oder andere Lebewesen zu gefährden. Das robuste, wasserbeständige Material hält auch scharfkantigem Treibgut stand. An der Sammelstation wird das Netz regelmäßig geleert und der gesammelte Müll fachgerecht entsorgt.

News

Atommüll auf dem Weg zum Zwischenlager an der Elbe

Deutschland hat seine radioaktiven Abfälle aus dem Ausland zurück: Die Überreste von Brennelementen aus deutschen Kernkraftwerken sind mit einem Spezialschiff nach Brunsbüttel gebracht worden, nachdem sie in einer Anlage im britischen Sellafield aufbereitet wurden.

Wer zahlt die Folgen der neuen Abfallregeln?

Neue Vorgaben zur Trennung von Müll setzen Betriebe in Elbe-Elster unter Druck und könnten Preise steigen lassen. Warum die Umsetzung kompliziert ist – und was auf Verbraucher zukommt.

Hamburgs Strandreiniger: Sie trotzen Müll und Muskelkater am Elbstrand

Zwischen Sonnenbad und Grillwurst: Ein Team hält Hamburgs Elbstrand täglich sauber – und räumt dabei nicht nur Müll, sondern auch kuriose Funde weg.

Roboterschiffe auf der Elbe: KI soll Müll-Problem im Hafen lösen

Hamburg. Ins Wasser geworfene E-Scooter werden wegen ihrer Batterien im Hafen zur großen Gefahr. Doch es gibt jetzt eine Lösung für das Problem.

Daten
& Fakten

aktuelle Schadstoffbelastung
Seit den 1990er-Jahren hat sich die Wasserqualität der Elbe deutlich verbessert – der Zusammenbruch der Industrie in Tschechien und Ostdeutschland sowie der Ausbau von Kläranlagen haben viel bewirkt. Trotzdem erfüllt laut Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen kein einziger Abschnitt der Elbe die von der EU-Wasserrahmenrichtlinie geforderten Grenzwerte für einen guten chemischen Zustand. Besonders auffällig: Bei Hamburg wurde die höchste PFAS-Belastung aller europäisch getesteten Flüsse gemessen. Auch Schwermetalle wie Quecksilber, Cadmium und Blei überschreiten in Teilen des Flusses die zulässigen Werte, ebenso wie Rückstände von Pestiziden und weiteren organischen Schadstoffen. Zusätzlich sorgen erhöhte Nährstoffeinträge für Sauerstoffmangel, der zeitweise kritische Werte für Fische erreicht. Die Verbesserung ist also real – das Problem aber längst nicht gelöst.
Welchen Müll gibt es in der Elbe?
Neben unsichtbaren Schadstoffen treibt in der Elbe auch jede Menge sichtbarer Müll: Plastikflaschen, Tüten und Verpackungen, die von Passant:innen und bei Veranstaltungen achtlos zurückgelassen werden, dazu Zigarettenkippen, die Schwermetalle und Nikotin enthalten und sich langsam zu Mikroplastik zersetzen. Auch E-Scooter und Fahrräder landen – absichtlich oder aus Versehen – regelmäßig im Fluss. Hinzu kommen Textilien aus illegaler Entsorgung sowie historischer Altmüll aus der Industriezeit, der bei Niedrigwasser oder Baggerarbeiten wieder freigesetzt wird. Insgesamt gelangen laut The Ocean Cleanup jährlich rund 41.700 kg Kunststoff über die Elbe ins Meer – der höchste Wert aller deutschen Flüsse.
Mirkoplastik in der Elbe
Mikroplastik gehört zu den am schwersten kontrollierbaren Belastungen der Elbe. Das Helmholtz-Zentrum Hereon maß an der Elbmündung bei Cuxhaven bis zu 2.100 Plastikpartikel pro Kubikmeter Wasser – deutlich mehr als in der offenen Nordsee. Die größten Quellen sind laut Umweltbundesamt Reifenabrieb, Kosmetikprodukte, Kunststofffasern aus Textilien sowie Abfluss von Kunstrasenplätzen. Zwar filtert Hamburg Wasser jährlich rund 40 Tonnen Mikroplastik im Klärwerk heraus und hält damit bis zu 99 % zurück – der Rest gelangt trotzdem in die Elbe und von dort über die Nordsee nachweislich bis in die Arktis. Besonders problematisch: Mikroplastikpartikel wirken laut Forschung der HAW Hamburg wie Schadstoffmagnete und binden auf ihrem Weg zusätzliche Giftstoffe, die dann über Würmer, Muscheln und Fische in die gesamte Nahrungskette gelangen.
Wirtschaftliche Belastung durch die Verschmutzung der Elbe
Die Verschmutzung der Elbe verursacht auch handfeste wirtschaftliche Kosten. Die Hamburg Port Authority muss jährlich 4 bis 6 Millionen Kubikmeter Sediment ausbaggern, um die Fahrrinne des Hafens freizuhalten – Gesamtkosten: rund 55 Millionen Euro pro Jahr. Etwa ein Fünftel dieses Materials ist so stark mit Schwermetallen und anderen Schadstoffen belastet, dass es aufwendig an Land deponiert werden muss. Auch Fischerei und Angel-Tourismus leiden: Wiederkehrende Fischsterben durch Sauerstoffmangel treffen Angelläden, Gastronomie und Hotels entlang der Elbe direkt. Hinzu kommen indirekte Kosten für Anwohnende – etwa durch das Badeverbot wegen Keimbelastung oder aufwendigere Trinkwasseraufbereitung. Eine sauberere Elbe würde also nicht nur dem Ökosystem, sondern auch der Hamburger Wirtschaft und Lebensqualität direkt zugutekommen.
Wie schützt der Hansefisch die Tierwelt beim Sammeln?

Der Schutz von Fischen und anderen Lebewesen ist ein zentraler Bestandteil des Designs – nicht nur eine Zusatzfunktion. Mehrere Maßnahmen greifen dabei ineinander: Das Netz hat eine Maschenweite von 5 bis 10 mm, sodass kleinere Fische, Laich und Insekten problemlos hindurchschwimmen können, während Makroplastik wie Flaschen, Textilien oder Scooterteile zurückgehalten wird. Die Form des Netzes ist zusätzlich als nach oben offener, nach unten geschlossener Trichter gestaltet – dadurch bleibt der Fangbereich auf die oberen Wasserschichten begrenzt, wo sich die meisten Plastikteile ohnehin sammeln, statt tief ins Wasser oder gar den Gewässerboden einzudringen.

Auch der Einsatzzeitraum ist bewusst geplant: Während der Laich- und Brutzeit zwischen März und Juni wird der Roboterfisch nicht oder nur stark eingeschränkt eingesetzt, um empfindliche Entwicklungsphasen im Ökosystem nicht zu stören. Zusätzlich schwimmt er bevorzugt in einer Tiefe von 0 bis 50 cm – also genau der Zone, in der Treibmüll an der Oberfläche unterwegs ist – und meidet damit gezielt den Gewässerboden mit seinen Sedimenten und Laichgebieten.